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der eigenen Zukunft. 207
CH. Aber, daß diese seltenen Leute meistenszu Einer Zesit leben? —
Th. Ist das Ihr Beweis, guter Seelenwan-derer? Als ob der Haufe Seelen wie in Dante'sHölle durch einen Windstoß herbeygetrieben, oder einTrupp Riesen, wie in Bodmers Noah, auf einemLuftschiff herangesegelt käme, und nun hier abzustei-gen beliebte? Schlagen Sie in der Geschichte nach,Sic werden immer finden, daß äußere Ursachendie Leute weckten; daß Umstande, Erfordernisse,Noch, Belohnung sie ausforderten, Nacheiferungsie anreitzte, daß eine Reihe Fehler sich erschöpfthatte, daß eine Nacht von Zeiten vorbey war, undendlich doch wieder einmal Morgen anbrechen muß-te. Meistens hatte man so viel vorgearbeitet, daßdiese glücklicheren Leute nur die Fehler und Bemü-hungen ihrer Vorfahren nutzen durften, um Ruhmzu erlangen. Nach Dissonanzen trafen sie auf con-sone Punkte der Saite — und das ist alles, wasdurch Vergleichung der Zeiträume und Menschen un-ser Auge erreicht. Weiter hin in's Unsichtbare demFinger der Gottbeil nachtappen wollen, wenn undwie er Menschen gcbohren werden laßt? halte ichüber unserer Sphäre. Ich kann, wenn es auf's Dich-ten ankommt, sie. sodann eben sowohl aus dem Mon^de, bey gewissen glücklichen Vierteln, als aus derVorwelt durch eine Palingenesie herleiten, die nichteben so regelmäßig, wie der Monj>, wechselt.
Eh. Das letzte thul nichts. Wir sind noch vielzu jung in der Geschichte: wir haben noch viel zu
wenig dergleichen periodische Revolutionen erlebet, alsdaß wir sie wie den Mondswechscl berechnen könnten.
T h. So sind wir auch viel zu jung, Fiktionen