der eigenen Zukunft. 2 oZ
wendig etlichemal im Menschen - Mutterleibe gewesenseyn müßte. Die größten Männer, fand ich immer,waren die bescheidensten und aufrichtigsten. Sie
verschwiegen nie, was sie in ihren Augen sind? wassie waren ? was und wie sie's wurden ? Sie stürztensich nicht in den Aetna um Götter zu werden *),weil die Eisenpantoffeln doch immer zu rechter Zeitan's Tageslicht kommen. Vielmehr gaben sie Eon-fessioncn für Welt und Nachwelt heraus und^beichteten. —
CH. Und was beichteten sie? Erinnern Siesich nicht des Pythagoras, der Euphorbus gewesenwar, des Apoloniuö von Tyana? —
T h. Lassen wir die fabelhaften Schatten undkommen lieber auf Personen, die uns im Licht stehn.Petrarchs, Eardans, Montagnes, Lu-thers, Nousseaus Eonfessioncn, sagen sie wohleine Sylbe davon, daß diese gewiß großen, we-nigstens sonderbaren Männer sonst schon in derWelt waren? daß sie fühlten, sie hätten ohne dasnicht die werden können, die sie sich zu seyn bestreb-ten ? Bekennen sie nicht gegentheils aufrichtig, wiesie sich empor gearbeitet, mit Mühe aus dem Nichtsgezogen, alle Fehler und Schwachheiten noch in sichgefühlt, ja von solchen hingerissen unzweifelhaft auchschlechte Menschen hätten werden können, wenn sieihnen den Zügel schießen ließen? Erinnern Sie sichdes Sokrates vor jenem Gesichtsdcuter; und So-krates war doch auch pythagoräifcher Träume sehrfähig. -
*) — Deus immortall8 dsbsri,
Ouin cupir Lmxeäocles, aräsntem krigiäu»-Lsiniun Inslluit —> Lorot»