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VI. Ahnungen
C h. Da nehmen wir aber schon dies Gesetzder Natur als bewiesen an? —
Th. So wollen wir's nicht annehmen und vonder ersten Art der Scelenwanderung, ob z. E.der Mensch erst Thier, vorher Pflanze gewesen undauf seinen jetzigen Platz fortgerückt sey, nochgar nichts wissen. Wir reden also nur von derzweiten und dritten Reise, rückwärts oder indie Runde und fragen: ob dazu Data in derNatur, Erfahrungen aus dem Menschen-geschlecht, Ahnungen in unserer Seele,Begriffe in Gott, so fern wir ihn kennen oderim gesummten WcltIauf liegen? Getrauen Siesich zu antworten?
Eh. Veynahe. Und ich fange vom klarsten,von den Erfahrungen aus dem Menschen-geschlecht, an. Kennen Sie keine großen selte-nen Leute, die, was sie sind, unmöglich auf Einmalin Einer Menschencxistcnz geworden seyn können?Die schon oft da gewesen seyn müssen, um zu derReinheit von Gefühl, zu dem instinktmäßigen Triebefür alles Wahre, Gute und Schöne, kurz, zu derEminenz und natürlichen Oberherrschaft über Alles,was um sie ist, gelangt zu seyn. Kennen Sic sol-che Menschen nicht?
Th. Ich wüßte keinen.
E h. Haben Sie also auch von keinen solchenseltenen, großen, eminenten Menschen gelesen?
Th. O Freund, was soll das Spiel, großeMänner nach Uniformen zu rangiren? Ich kennegroße Männer im Leben und in der Geschichte; aberkeinen, der, um der Mann zu seyn, der er ist, noth-'