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VI. Ahnungen
und suchen sich ihrer daher auch für diese Unterweltzu versichern.*) Von der Ente Aanguisch, ei-nem singenden Seevogcl, der sich in großen Schnu-ren auf ihren Gewässern versammlet und die Accor-de c, e, g und c, f, a in Chören anstimmt, habensie die Musik erlernt; nach seinem Ton machen sieA a n g u i s ch li e d er. So z. B. klagt der Liebendeüber seine gestorbene Braut, die er jetzt in einensolchen Singvogel verwandelt glaubt:
Auf den blanken See bist du gefallen,
Bist nunmehr zur A a ng u i sch - E n r e worden;
O daß ich gesehn dich hatte fallen!
Auf den Wellen hält' ich dich ergriffen,' '
Schnell ergriffen, und dich nicht verfehlet.
Denn wo fand' ich Deinesgleichen Eine?
Hatt' ich Habichrsslügel; in die WolkenFolgt' ich dir, und holte dich hernieder! —
Mit ihr ist mein Leben mir verloren;
Voll von Traurigkeit, mit Schmerz beschweret,
Zieh' ich in den Wald. Ich will den BaumenIhre Rinde nehmen, mir zur Speise;
Dann, erwachend mit dem frühsten MorgenEil' ich an den See. Ich will die EnteAanguisch jagen; rings umher die AugenWill ich forschend drehn, ob meine LiebeSich mir zeigt', ob ich sie wiedersinde? —
Einbildungen dieser Art sind nicht Philosophie,sondern ein sinnlicher Wahn sinnlicher Men-
*) Stellers Beschr. v. Kamtschadka. Franks, und
Leipzig 177h.