VI. Ahnungen
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biegsamen Zweigen. Von diesem Tage an, großwie die Entfernung ist, die mich von dir trennt,bin ich dein immerdar. — Geliebter Vater, siehdiese Pflanze wie mein anderes Ich an.
Kanna.
Meine Theuerste, deine Liebenswürdigkeit hatdir einen Gatten erworben, der dir gleich ist. Jetztda meine Sorge um dich ein Ende hat, will ichdeine Lieblingspflanze mit dem Bräutigam Amra *)vermahlen, der in ihrer Nähe Wohlgerüche verbrei-tet. — Ziehe weiter, mein Kind.
Sakontala.
Mein Vater , du siehst die Antilope, die dortwegen der Bürde, mit der sie trächtig ist , sich lang-sam fortbcwegt. Wenn sie diese Bürde los seynwird, sende mir eine gütige Botschaft mit der Nach-richt ihres Wohlseyns. Vergiß es nicht.
Kanna.
Liebe, ich vergeß es nicht.
Sakontala.
Was ist's, das den Saum meines Kleides er-greift, und mich zurück hält?
Kanna.
Es ist das junge Reh, dein angenommener Pfleg-ling, auf dessen Lippen, wenn die scharfen Spitzen
des
*) Ein blühender Baum.