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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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VI. Ahnungen

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kann; cs ksmmt auf die Hand an, die sie führet.Ob ich z. B. eine moralische Wahrheit symbolischoder in einer allgemeinen Formel erkenne, ist zumLcbensgebrauch gleich viel; genug, wenn ich sie le-bendig erkenne und befolge.

46.

Wir bilden uns ein, daß unsere Vorfahren,wenn sie wieder kamen, unsere Zeiten bewundernwürden. Verwundern würden sie sich aller-dings; unsere Zeiten vielleicht auch bewundern.Den Fortgang des menschlichen Geistes nämlich ineinzelnen und allgemeinen Wissenschaften, dasWachsthum der Erfahrung durch zusammenhängendeZeitalter, durch auf einander angewandte Künste,den erweiterten Wirkungskreis der menschlichen Ver-nunft, die ungleich größere Anzabl aufgeklärterKöpfe nach dem, was wir Aufklärung nennen;dies alles würden sie mit Verwunderung anstaunen,und vielleicht lange nicht begreifen.

47 .

Ob sie aber, was den Charakter derMenschheit, ihre innere Kraft, Würde und Glück-seligkeit betrifft, auch einen so ungeheuren Zuwachsfinden würden, ließe sich bezweifeln. Wenigstenswürden sich in der angenommenen höheren Glei-ch ung unserer Zeiten diese Vortrefflichen wahr-scheinlich nicht häufiger finden, als sie, nach dem,was von andern Zeiten erfordert werden kann, jeund immer gewesen.