der eigenen Zukunft. i83
selbst willen thaten. Es gibt solche auf allenStufen der Cultur, unter allen -Nationen; unterdenen, die wir Wilde nennen, vielleicht mebr, alsunter Völkern, die blos zu feineren Vergnügungender Sinne, der Einbildungskraft, der äußern Ehreund des Vernünstclns aufgeklärt sind. Jeder vonjenen Guten und Edeln hatte seinen Lohn in sich;sein Gutes ging auf andere über.
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Wünschen wir also in ein Zeitalter wiederzu-kommen , wo man blos weise und nicht auch klugscvn darf: so hoffen wir wahrscheinlich auf eine
utopische Zeit: denn immer wird dem Menschen
ein Gewicht nöthig bleiben, das ihn an der Erdehält, damit er nicht in die Lüfte fliege. So langewir Sinne, Phantasie, Gefühl für Ehre und Schan-de, Triebe der Sympathie u. f. behalten, wirdauch ihr Anbau nöthig seyn. Auch unter dem Augeder Vernunft und dem Gesetz der Güte werden unsdie Winde des Lebens, Furcht und Hoffnung,nimmer verlassen, wenn sie gleich nicht als Stürmeunser Schiff treiben. In allen Zeitaltern war dasMenschengeschlecht ein Baum, der Blätter, Blü-then und Früchte zugleich trug; zu jeder Zeit gabes, dem Charakter nach, große und gute Menschen.
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Und auf Charakter, dünkt mich, kommtes bei unserer Existenz am meisten an, nicht aufvermehrte Kenntnisse und Wissenschaften. Diese sindfeiner geschliffene Werkzeuge, mit denen viel Gutes,aber auch viel Unnützes und Schädliches geschehen