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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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sich aus dem Körper gehe und Alles das verrichtetvas der Begeisterte sich verstellt, dieser Glaube machtdie Scelenwanderung beynahe selbst zur geglaubtenErfahrun g.

Und doch war sie nur ein Wahn, obgleich sehrnatürlich gegeben.

Der Satz also*),daß, da die Seelenwande-rung gewiß daß älteste aller philosophischenSysteme sey , schon dies ein gutes Vounheildafür wirken müsse: denn die erste und älteste Mey-,,nung in spekulativen Dingen sey immer die wahr-scheinlichste, weil der gesunde Menschenverstand so-fort darauf verfiel", dieser Satz dürfte nach dem,was gezeigt ist, Einschränkung leiden. Ehe die Leh-re von der Scelenwanderung Spekulation oder Sy-stem ward, war sie Volksglaube, eine Mey-nung sinnlicher Menschen, auf ihrer Stu-fe der Cultur ihnen eben so natürlich als andern leiden-schaftlicheren Völkern ihre Versammlung der Vater,ihr Land der Seelen, ihr Hades, Elysium, Orkus.

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Als die Brahmenkaste der Hindus dieseLehre ausbildete, und mit tausend Göttermahrchenverknüpfte, bildete sie an ihr nichts, als, wenn ichso sagen darf, die Organisation ihres Vol-kes, seinen Wahn und Glauben, seineAnsicht derWelt aus. Leidenschaftkvs und dochäußerst zart im Gefühl, von gahrendem Wein, von

*) Leßings Leben und Nachlaß LH. 2.