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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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i3v V. Blicke in die Zuku n ft,

Nationen gegen Nationen. Sehr angenehm sind mir indiesem Betracht mehrere Unterredungen der Europäerinsonderheit der Missionare, mit ausländischen Völ-kern, z. B. Indiern, Amerikanern; die naivstenAntworten voll guten Herzens und gesunden Ver-standes waren fast immer auf Seite der Ausländer.Sie antworteten kindisch-treffend und richtig; dage-gen die Europäer mit Aufbringung ihrer Künste,Sitten und Lehren meistens die Rolle abgelebter Ak-ten spielten, die völlig vergessen hatten, was einemKinde gehörte.

2 . Da die Unterscheidung elementarischer, ani-malischer, vegetativer und Verstandeskräfte nur einGedanke ist, indem jeder Mensch aus allen diesen,wenn gleich in verschiedenem Verhältnis, bestehet:so hüte man sich, diese und jene Nationganz für animalisch zu halten, um sie alsLastthiere zu gebrauchen. Der reine Jntellectus be-darf keines Lastthieres; und so wenig also der in-tellektuellste Europäer der Pflanzen - und Thicrkrästein seinem Lebenssystem entbehren kann, so wenig er-mangelt irgend eine Nation ganz des Verstandes.Vielgestaltig ist dieser allerdings in Ansehung der ihnregenden Sinnlichkeit nach der verschiedenen Organi-sation der Völker ; indessen ist und bleibt er in allenMenschengestalten nur Ein und derselbe. DasGesetz der Billigkeit ist keiner Nation fremd;die Uebertretung desselben haben Alle gebüßet, jedein ihrer Weise.

3. Wenn intellektuelle Kräfte in mehrerer Aus-bildung der Vorzug der Europäer sind: so kön-