128 Blicke in die Zukunft,
Monboddo z. B. siebet in seiner Geschichteund Philosophie des Manschen *) ihn als ein Sy-stem lebendiger Kräfte an, in welchem sich das ele-mentarische, das Pflanzen-, Thier- und Verstandes-Leben unterscheide. Das animalische Leben, meynter, sey im besten Zustande gewesen, da die Men-schen thierahnlich lebten. Ec findet hiervon nochAehnlichkeit bey den Kindern. Die Alter, die derMensch als Individuum durchgehe, hält er auchfür die Laufbahn des ganzen Geschlechts. Dies führter also in seinen ersten nackten Zustand in freierLuft, in Regen, in Kälte zurück, und zeigt, was dieBekleidung, das Wohnen in Häusern, der Gebrauchdes Feuers, die Sprache auf das Mcnschengeschöpfgewirkt haben. Er zeigt die Fähigkeiten, die eshatte, zu schwimmen, aufrecht zu gehen, Uebungenanzustcllen, und findet in diesem Zustande den Grundjenes längeren Lebens, jener größeren Gestalt undStärke, von der uns die Sage der Urwelt erzählet.Aus Verspielen und Nachrichten erweiset er, wiedurch Veränderung der Lebensweise, durchs Fleisch-essen und den Trank geistiger Getränke, durch diefitzende Lebensart bey Künsten, Gewerben, Spiele,durch feinern Nahrungsmittel, Wollüste und Zeitver-treibe der Körper des Menschen geschwächt, verklei-nert, sein Leben verkürzt worden. — Dagegen zeigt
er,
*) Antieni lVletaph^siL8, Vol. Hl. Donfl. 17611.Dieser Theil des Großen Werks wäre wegen dergesammelten Lhatsachen eines deutschen Auszugesgewiß werth.