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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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110
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V. Blicke in die Zukunft,

"Unsere Bemühungen, die Alten in ihremGeiste zu lesen, waren nichts weniger, als ver-kannt; ich hörte den Namen einiger meiner Freundemit Liebe und Hochachtung nennen. Man war wei-ter gekommen; man dachte und schrieb wie dieAlten. Zeiten, denen ähnlich , in denen die edelstenGriechen und Römer schrieben, waren erschienen;man schrieb, was man sah und that; und schriebmerkwürdige Dinge. Der Feldherr und Bürger,der Philosoph und Staatsmann trennten sich nichtvon einander.

Zeiten waren gekommen, in denen nicht Stra-fen allein, sondern auch öffentliche Ehren und Be-lohnungen waren. Da lebten Künstler, da sangenDichter. Es war Griechenland und war es auch

nicht: denn drittehalb Jahrtausende waren nichtumsonst verflossen in den immer auf einander bau-enden Tempel der Zeiten. Mein Herz erhob sich,da ich aus meinen Tagen einzelne Laute meinerBekannten und Freunde hörte.

Ich sah ein Theater , wie icksts zu unserer Zeitnicht gesehen hatte, dem griechischen sehr ähnlich.Sogar der Ehor erschien auf demselben wieder,als Zeuge einer allgemeinen Theilnehmung an dem,was verhandelt ward; unserer Zeit fremde.

Ich bemerke den Zustand der Philosophie;Männer, die mir kheurr gewesen waren, erblickt«ich als Gesetzgeber und Einrichter der Nachwelt.Meine ganze Seele war wie in den Tagen meiner-Iugcnd.