Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
101
Einzelbild herunterladen
 

Unsterblichkeit.

nächsten Jahrhunderten gewiß Wunderdinge beför-dern. Ein Sprachrohr für menschliche Seelen^wirkt sie auf einmal an hundert Orten und Endenjetzt und zukünftig..

Wissenschaften und Künste sind Formendes menschlichen Geistes, auf denen, je wahrer undnützlicher sie sind,. desto fester das Siegel der Un-sterblichkeit haftet.. Laß es scyn, daß Künste ver-loren gegangen sindvielleicht konnte man sie ent-behren ; wenn aber auch nicht, so strebe der mensch-liche Geist , sie wieder zu erfinden und die seinigenvor einem gleichen Untergange dauerhaft zu sichern.Er thut dieses durch die Kunst aller Künste, dieGesetzgebung und Staatskunst: denn ist derMensch ein politisches Geschöpf (^c»sv eroXt-r-mor)wie er es gewiß ist, weil außer diesem Zustandeoder- im Verderb desselben er das Schatzcnswürdigsteund Beste seiner Natur verlieret: so strebe er, cs

ganz zu seyn, und auf Aeonen hinab zu erreichen,was in seinen Kräften stehet. Eine böse Politikvereinzelt,, schwächt, unterdrückt, quält und tödletMenschen, dem Vieh gleich: sie hat Welttheileverheert, Völker ausgerottet oder zu Sklaven ge-nracht, Denkmale zerstört , Künste untcrgehcn las-sen, Wissenschaften verachtet, und die Fortwickungdes menschlichen Geistes tausendfach gehindert. Un-ter einer guten Gesetzgebung und Staatscinrichtung,.die, wie Alles, auch auf andere, ihr ähnliche Staa,ten wirkt und sich mit ihnen vereint, blühet Sicher-heit und Friede; Künste gedeihen , Wissenschaftensprießen empor, Vernunft und Sitten läutern ein-ander, und sowohl der menschliche Geist als das