Unsterblichkeit.
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In jeder seiner Wirkungen also ist der Mensch einefliessende Größe. Darauf beruhen die Gesetzeseiner Erziehung; seine Bildung und Mißbildung,sein Glück und Unglück, der Nutzen oder Schaden,den er stiftet, fließen daher; und was der einzelneMensch ist, ist auch sein Geschlecht : denn jedesGlied desselben griff vorwärts in die Kette der Wir-kungen vor ihm und ließ menschliche Wirkungennach. Der menschliche Verstand ist, wenn ich dasGleichniß brauchen darf, ein Januskops mit dreiGesichtern: man kann zuviel in die Vergangenheit,
zuviel in die Zukunft sehen, und darüber das Jetztversäumen; wie dem aber auch sey, keines dieserVerhältnisse lasset sich vom andern trennen und schei-den. Die regsten Neigungen und Triebe unseresGeschlechts zielen aus diese Fortwirkung, das Stre-ben nach Selbsterhaltung, Gesundheit, Macht, Ver-gnügen, Ruhm und Glück, die Liebe sein selbst, sowie die Geschlechter-, Eltern-, Vaterlandes- undMenschenliebe.
Sofort laßt sich aus dieser Verbindung dreierRegionen in unserer Seele das Glück der Sterbli-chen erläutern, die, mit trefflichen Seelenkraften aus-gerüstet, auf vorzügliche Punkte solcher Verbindungtrafen, und ihr Jetzt sowohl als ihre Vorzeit aufdie Nachkommenschaft vor andern wohl anzuwcndenwußten. Sie traten zu einer Zeit auf, da genügsa-me Versuche, die Präliminarien ihres Geschäftsschon da waren; diese gebrauchten sie auf's beste,und so durften sie um die Zukunft unbesorgt seyn,die ihnen früher oder spater mit Bewunderung,Herders WerkePhil. u. Ges. VI!. G