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TV. Von -er me n s c hl ichen
er der Geschlechter un'd Arten. Ein In-dividuum macht dem andern Platz; cs -ringt denSamen seiner Zerstörung mit sich, und eben dieGesetze, die sein Wachsthum, seine Blüthe, seineFortpflanzung befördern, befördern auch seine Auflö-sung. Es gehet von hinnen, und lebt nur in andernseiner Art fort, denen cs sich mit seiner ganzen Er-scheinung gleichsam aufopfcrte und hingab. DieseRegel der Natur, die in Pflanzen und Thierensichtbar ist, gründet eine Verewigung der Ar-ten, zu welcher denn auch alle Triebe der einzelnenWesen, ihre Begierde nach Nahrung, Wachsthum,und sowohl die Geschlechter-, als mütterliche Liebebeytragen.
Der Mensch, als Thier und Pflanze, ist die-sem Gesetz unterthän; er ist's aber auch, als einkurzer Inbegriff und Abbild der Natur, in der ei-gensten Einrichtung seiner Gattung,Sein Verstand und seine Vernunft bedürfen zuAeußerung ihrer Form sowohl der Vergangenheitals der Zukunft: die Erscheinungen jener be-
wahrt sein Gedächtnis auf, die Einbildungskraftstellet sie dar , der Verstand bildet aus ihnen Er-fahrungen, die er auch auf die Zukunft anwcn-det. Seine Seele ist also nicht auf's Jetzt ein-geschränkt: sie muß, ihrer Art nach , vom Ver-gangenen für die Zukunft leben, und eben der istder Verständigste, oder gleichsam der eigentlichsteMensch, der die Vergangenheit auf's Jetzt, undda dieses in jedem Augenblick vorüber ist, auf'sfortgesetzte Jetzt, die Zukunft, richtig anwcndet»
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