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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
93
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Unsterblichkeit. Z3

3. Da aber jedes Ding nur auf eine Weisedas beste seiner Art seyn kann, mithin nach ewigenGesetzen die Formen der Dinge wiederkommen müs-sen, und kein Inneres ohne ein Ueußeres, kein Ge-danke und Wille ohne Bezeichnung sexn kann; sosieht man, daß im Garten der Unsterblichkeit auchdie Kunst des Ewigwahren, Guten und Schönenunentbehrlich ihre Stelle finde. Zwischen allen Ab-wegen ist nur Eine Straße, die gerade und wahre;und wenn nach vielen Jugendübungcn das Meister-werk erscheinet, so dürfen wir nicht zweifeln, daßcs den Charakter des Beharrlichen und Daurcndenan sich trage. Geweihete Augen erkennen ihn da-rinn, und wenn der Neid eine Wolke, die Barba-rei) einen dichten Nebel darüber würfe; die Wolkefallt, der Nebel schwindet, und das Licht des ewi-gen Werks strahlet Jahrhunderte weiter Unglaub-lich ist's, wie wenig eigenthümliche Formen im Reichder Gedanken und Menfchenwirkungen erscheinen-wenn man die Geschichte prüfend hinab verfolgt.Weit weniger Regenten beherrschen die Welt derWissenschaften., der Künste , der Erfindungen, Ge-setze, Maximen, als Monarchen Länder beherrschen;mancher derselben regierte Jahrhunderte lang in ei-nem süßen Jrrthum fort. Zuletzt aber fand sichdoch das verscharret« Gold wieder auf; nach demlangen Winter begann die ewige Kraft der Natureinen neuen schönen Frühling. In der Geschichtealler Zeiten und Völker ist das Schönste und Bestejeder Art mit einem Siegel der Unverganglichkeit,mit dem Gepräge und Charakter des Jmmerwieder-kehrenden bezeichnet; ein glücklich getroffenes lVIuxi-