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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
89
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Unsterblichkeit.

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sahen ihre Gestalten, verehrten ihre Schattenunddie Wirkung, die auf uns durch ihr inneres Wortgemacht ward, gedieh zur Form unserer Seele.Noch denken wir mit den Gedanken jener Großenund Weisen, die dem Körper nach langst verlebtsind; nicht bloß was, sondern wie sie es dachten -hat sich uns mikgetheilct; wir verarbeiten es wei-ter und senden es fort auf andere. Sckiene gleichManches im dunkeln Grunde unseres Gedankenmee-res todt und begraben zu liegen; zu rechter Zeit stei-get's doch hervor mnd organisirt sich zu und mitandern Gedankendenn in der menschlichen Seeleist nichts todt; alles lebt oder ist da, daß es zumLeben geweckt werde; und da das Reich menschli-cher Seelen im innigsten Zusammenhänge ist, sobelebt, so erweckt Eine die andere. Roch in einemhöheren Grade wirken so auf uns die Leidenschaften,Lebensweisen und Sitten der Menschen, insonderheitderer, mit denen wir täglich umgehen, die wir has-sen oder lieben, verabscheuen oder verehren. Ge-gen jene empört sich unser Gemüth, die Eindrückedieser gehen sanft in unsere Natur über. Wir ge-wöhnen uns an des andern Wort, Miene, Blick,Ausdruck, so daß wir solche unvermerkt an unsnehmen und auf andere fortpstanzen. Dies ist dasunsichtbare, magische Band, das sogar Geberdender Menschen verknüpft; eine ewige Mitthcilungder Eigenschaften, eine Palingenesie und Metempsy-chose ebemals eigener, jetzt fremder, ehemals frem-der, jetzt eigener Gedanken, Gemüthsneigungen undTriebe. Wir glauben allein zu feyn und find's nie:wir sind mit uns selbst nicht allein; die Geisteranderer, abgelebter Schatten, alter Dämonen, oder