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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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84 IV. Von der menschlichen

denkens über ihren Häuptern. Horaz hak sein Ca-pitolium überlebet; der venusinische Schwan durch-fliegt alle gebildete Völker,

Wie aber, wenn dies der einzige Weg zur Un-sterblichkeit, oder die einzige Art einer ewigen Fort-dauer wäre , wie wäre es mit uns bestellt? mituns, die sodann ein paar Jahrtausende zu spät ge-kommen wären, um mit der Jugend der Welt ihrefrischen Morgenkränze zu lheilen. Hinter zehn Hel»den und Dichtern zu seyn, ist schon ein geringererPlatz: die Namen der Menschen , wenn sie herge-zahlt werden müssen, werden so bald verwechselt, soblöde unterschieden; die Personen, die solche bedeu-ten, stehen so oft verunstaltet und verkannt da , daßin dem großen Labyrinthe der Zeiten, in welchemoft das Schlechteste neben dem Besten gepriesen wird,das wahre Verdienst sich zu verlieren scheint. DieTafel der Muse ist beschrieben, fast mehr beschrie-ben, als das Gedachtniß der Menschen davon fassenkann; was am strande hinzugethan wird, könnennur kleine Buchstaben seyn, oft schwer zu lesen undvon zweifelhafter Bedeutung. Der Mund der Famahat seinen Credit verloren; das Lob der Kunst,Dichtkunst, ja selbst der Geschichte hie und da nichtminder. Die Sprachen der Völker sind zertheilt,und wer kann sich eine Stimme geben, die von denSäulen Herkules bis zum Indus reiche? Das Feldder Geschichte, auch der Verdienste und Kenntnisseselbst,'ist zu groß geworden; dagegen die Aufmerk-samkeit der Menschen in ihrem Innern geschwächt,die Theilnahme derselben an einem einzelnen Gegen-stände, Geschäft oder Lande, dergestalt verwittert,