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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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werden: denn selten giebt die Wirklichkeit das ganzund rein und lange, was die Mahlerin Hoffnungsich verspiegelte. Der Kreis unserer Ideen fordertdies, und die Natur konnte nicht anders. Hoffendumfassen wir das ganze Bild der Zukunft; Tage,Monate, Jahre trennen es, lösen es rasch oder leisevon einander; da entflieht der Zauber. Hoffend be-reiteten wir die Speise nur für uns selbst, ganznach unserem Gaum; es giebt aber auch andere,die mitessen und mitbereiten, nach ihrem Gaume.Hoffend genossen wir auf einmal Jahre, Zeiten,Ewigkeiten, ein ganzes Daseyn; die Zukunft führtuns durch diese Scenen langsam hindurch, und kannauf einmal nicht alles geben, damit sie noch etwaszu geben habe. Selbst, glaube ich, das ewige Lebenwird nur stufenweise genossen werden, nicht so aufeinmal, wie es sich z. B. zu seiner Anfeurung undErhebung der sterbende -Märtyrer dachte. Ihm wardiese umfassende Vorstellung »othwcndig und gut;man kann sie auch keinen Trug nennen, wenn siesich, zwar nicht auf Einmal, aber doch allmähligrealifirt. So mit allen Hoffnungen. Sie geben denvollen Akkord an, damit er sich nachher breche undin unerwartet sanfte Gange der Melodie nuflöse.Ich bin also nicht der Meynung jener Philosophen,die die Hoffnung aus der Welt verbannt wissenwollten; der Einrichtung unserer Natur nach ist sieuns eine unentbehrliche Leiterin durch's Leben, undgewiß giebt's Menschen, die sagen können, daß sienie ganz vergebens gchoffct haben: diesmüßte eigentlich nur der Thor sagen. Nur lasseman sich's gefallen, daß uns die Rechnung nicht im-