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III. Vom Wissen und Ahnen.
wie mit Thieren. — Nur Gründe muß eine sol-che Wissenschaft vorlegen, keine Orakelsprüche undRathscl; damit jeder die Gründe untersuche unddie daher gezogenen Schlüsse prüfe.
2. Ahnung der Zukunft ist ein dunklesGefühl; und je dunkler es ist, oft um so mächtigerso starker. Zuweilen ist's eine Krankheit: alsdannwird der Arzt so wenig als der Philosoph, Freundund Beichtvater dies Symptom eines kran-ken Gemüths verachten; vielmehr wird jederin seiner Art den lehrreichen Wink solcher Ahnungals eines Selbstbekenntnisses, zur Heilungdes Kranken gebrauchen. Sie werden darin wie ineinem Traumbuch, wenn nicht die Zukunft, so dieverhüllcte Gegenwart und Vergangenheit des Lei-denden lesen. — Sonst aber ist's eines Jeden PflichtAhnungen, die ihm aufstoßen oder die ihn stille be-gleiten, anzuhalten, zu befragen und wo möglich inHelle Gedanken zu verwandeln. Oester, alsman denkt, ist dieses möglich, indem meistens nurunsere Schläfrigkeit daran schuld ist, daß wir träu-mend ahnen, statt wachend vorauszusehen,ja an dem dunkeln Vorempsinden sogar ein Vergnügenfinden. Thiere leitet der Trieb, und auch den Men-schen leitet er da, wo er nur Thier seyn darf. Woer als Mensch handeln soll, wird sich die warnendeoder aufmunternde Ahnung ihm in eine hellereStimme verwandeln, sobald er sein eignes Gcmüthzu fragen weiß. Statt cosca krrtnri könnten wirsagen: Iroirrinnin insns xlsira krrturi; es schla-fen in uns weissagende Kräfte und Geister.