HI. Vom Wissen und Ahnen. 73
der nächsten und einer fernern Zukunft, so weit sieuns angeht. Mag der große Haufe sie verachten,mögen leidenschaftliche Menschen über sie wegsprin-gen, Genien über sie hinfliegen; für denkende,ruhige Seelen ist sie wenigstens ein Witterungs-kalender, eine Philosophie der wandel-baren Naturerscheinungen, der Meteo-re. Aus alter», mittleren und neueren Zeiten ließesich eine schone Anzahl Prophezeihungen dieser Artsammle», die den Geist wecken und sein Urthejlüber die Gegenwart scharfen. Wir wollen nicht mitdem Dichter wünschen.
— Ueber das Schicksal
Ihrer Zukunft sey durchaus der Menschen Gemürh blind,Daß den Fürchtenden doch noch Hoffnung bleibe — *)
denn die Hoffnung, die aus Gründen erwachst, istallein eine sichere Hoffnung. Daß aber die boden-lose Erwartung so wie ungegründete Furchtaus den Gemntbern der Menschen verscheucht werde,gereicht zu ihrem größesten Vortheil. So lange sieden Zusammenhang der Dinge
IsAes et koecksra rerurn
kennen lernen zu wollen nicht geneigt sind, schaltetdurch ihre eigene Schuld das Schicksal mit ihnen,
*) 8it coeoa tuturi
Kiens dominum kati; licest sperare timenti.
Imean H. rh.. >5-