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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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69
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III. Vom Wissen und Ahnen. 69

verdammet solche als Mißbrauche, und stellet dieGerechtigkeit selbst an's Grab hin als Glauben

- 3 .

Glaube muß die Hoffnung der Fortdauernach dem Tode allein bleiben; demonstrirle Wis-senschaft kann sie nie werden. Glaube ist ihrMaas, mit welchem sic auch am frohesten, amunschädlichsten wirket. Hat es nicht Thoren gege-ben, die, weil sie über den hoffenden Glauben hinaus-schritten und eine philosophisch-demonstrir-tc Gewißheit dieser Lehre zu haben Vorgaben,die Bürde dieses Lebens selbst abwarfen, und sichdamit dem Genuß dessen, was sie sich hier erststandhaft erwerben sollten, selbst entnahmen? Glau,b e ist's, was für das Volk gehöret; und im ruhi-gen sowohl als wirksamen Genuß des Lebens, jaim letzten Augenblick sollen wir alle Volk seyn,und uns nicht mit Grübeleycn plagen. Haben wirzu überlegen nicht Zeit genug gehabt? Wolltenwir, junge Cat onen, das Büchlein-in der Hand,erst in der letzten Stunde ansangen zu überlegen rLebe jeder, wie er soll; im Tode überlaffe er sichzulrauend der Vorsehung, die ihn hieher gebrachtund so manche Anstalt auf ihn vorbereitet hatte;sie wird diese auch dort getroffen haben und ihnsicheren Schrittes leiten. Dem mit Schwären über-deckten Verbrecher aber reiche man keine falschePflaster; wo möglich, gehe er vor den Augen derganzen Welt als ein Verbrecher hinüber. Seininnerstes Bewußtsein: in diesem Augenblick zum