III. Vom Wissen und Ahnen. 63
die edelsten Menschen so gut für die Nachwelt alsfür sich rechnen: denn Eins wird durch das Ande-
re gestraft und belohnet. Aus der Astrologie undChiromantie wird sich diese Wissenschaft der Zukunftnicht herschreibcn; sie hat schon ihren Namen,Physiokratie im reinsten, höchsten Verstände,Ethomantie der Menschheit, die große Neme-sis der Zeiten, die in den Busen blickt und dasRad wendet *). —
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Die Anwendung dieser Satze auf unser Schick-sal nach dem Tode ist leicht und treffend. Auchhier gibt es einen Tbeil der Zukunft, um welchen-Niemand sich bekümmern darf und soll, weil erdurchaus seine Fassungskraft übersteigt und außerseinem Gesichtskreise lieget; ich meync die physi-sche Welt, die unfern Zustand nach dem Todeausmacht oder bereitet. Es gibt aber auch eine an-dere Wissenschaft der Zukunft, der Niemand ent-fliehen darf und soll; es ist die Gerechtigkeit,die ernste und dankbare Wiedetvergeltung,die uns am Ende der Laufbahn erwartet, und die,(wir wollen oder nicht), uns fortbegleitet.
*) Physiokratie heißt Kenntnis der Gesetzeder Natur und ihrer Haushaltung: Ethoman-t i e heißt Boraussehen der Zukunft aus Sittenuyd Handlungen: Nemesis, die Göttin, diealten Uebermuth bemerkt und ihn ahndet.