62 III. Vom Wissen und Ahnen.
zu sich hernieder. Sowohl der zu weit sehen will,als der sich verhärtet, das was vor ihm liegt, nichtsehen zu wollen, ist sei'- und der Götter Feind.Sic warnen, ehe sie strafen. Jeder trägt in sichgeschrieben seine Bestimmung. So sprach, dieszeigte das griechische Theater.
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Und so ist cs. Wir tragen die Nemesis inuns. Jeder weiß, was er aus seinem vorigen Le-ben für Schuld und Vernachlässigung auf sich ge-laden, was er zu büßen, zu vergüten, einzuholen,zu tilgen, oft nur mit seinem Untergänge zu tilgenhabe. Die Last der Zukunft liegt unabwendbar aufihm. — — Ein Grieche z. E. würde cs für einevom Schicksal selbst gesandte Verblendung gehaltenhaben, wenn ein Zeitalter die Fehler, die Laster,die Gräul nicht sieht und sehen will, die auf einerVerfassung, auf einem Geschlecht, auf einem Zu-stande von Sitten und Eharakteren, als eine derZukunft zu verrechnende Schuldenlastdrückend liegen. D.er Schuldherr kommt, er kommtgewiß, ein unerbittlicher Förderer und strengerVergelter. — — Auch, glaube ich, müsse eineZeit erscheinen, da diese Gesetze des politisch-mo-ralischen Rechts und Unrechts dem Menschenverstän-de so licht und klar vorliegcn, als die Gesetze desphysischen Drucks und Gegendrucks oder der natürli-chen Schwere. Es muß eine Zejt kommen, da eseine Wissenschaft der Zukunft wie derVergangenheit gibt, da kraft dieser Wissenschaft