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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
59
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HI. Vom Wissen und Ahnen. 5g

in die Consequenz der Dinge, d. i. was,der Sache selbst und alteren Erfahrungen nach, jedeBegebenheit mit sich bringe und hinter sich führe.Die Vernunft ckann sich an nichts Wichtigerem nütz-licher üben, als an diesem Verbinden und Trennender Begebenheiten mit ihren Wirkungen und Folgen.Eine Fertigkeit hierinn macht den praktischenVerstand, ein tieferer durchdringender Blick machtjene höhere Klugheit ausgezeichneter Menschen,

tiger aber wirkt auf uns diese verworrene, viel-umfassende Erkenntniß. Dem Ahnen stehtein Wort von ganz anderem Sinn zur SeiteAhnden, d. i. zürnend verweisen, rachenund strafen. Es ist nicht zu laugnen, daß dasletzte das erste beinahe verdrängt hat, und daßmanche es fast für Ziererei halten, statt Ahn-dung, Ahnung zu gebrauchen; indessen istdieses (Ahnung, Ahnen) in den meisten Dialek-ten uraltersher und in der gemeinen Sprachedas wahre. Warum sollte man nicht also, beiso verschiedenem Sinn, auch die Worte bestimmtunterscheiden? wie man es gegen ein verwirren-des cxuiä pro cxuo in mehreren Fällen gerhanhat. Auch das für und vor war bei den Al-ten nicht unterschieden; man hat sich aber,weil es die Logik der Sprache fordert,über ihren Unterschied einverstanden; warumsollte man es nicht auch bei den Wörtern Ah-nen (die Zukunft dunkel vorausempsinden) undAhnde« (rächend strafen) thun dürfen?