58 IH. Vom Wissen und Ahnen.
Vernunft gemacht, die eben ja die Fähigkeit ist, d e nZusammenhang der Dinge einzn sehen,und wie Eins im Andern steckt, Eins durchs An-dere wird, zu schließen oder zu erreichen *).
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Und was ist Wissenschaft des Schicksals, soferndies in unserem Gesichtskreise liegt, als Einsicht
*) Die deutsche Sprache mit allen ihren Schwesternhar ein sehr schickliches Wort, unfern Sinnfür die Z uk u n ft zu bezeichnen; Ahnen.An da hieß im Gothischen ein Geist, einwehender Hauch: (S. Ihre, Wächter,Scherz Glossarien) und es möge nun seyn,daß der Geist der Zukunft auf uns, oderunser Geist auf die Zukunft hinaus wirke,in beiden Fallen ist der Ausdruck angemessenund treffend. Wahrscheinlich sagte man zuerstals ein Jmpersonal mi r ahnets! gleichsameine halbleidende Wirkung zu bezeichnen, wieman sagt: mich verbrieftes, mich
. sc h au d e rc u.,f. Aus diesem Ausdruck: mei-nem Geist, meinem Herzen ahnetGutes oderB-öses entstand die spatere ac-tive Formel: mein Geist ahnet dieZu-kunft. Beide Ausdrücke zeigen etwas Großes,Schweres, Dunkles an, das vor uns liegt,und wir mit einem Hellen Blick nicht zu durch-dringen, zu umfassen vermögen. Um so mach-