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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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55
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III. Vom Wissen und Ahnen. 55

ge, mit Geheimnissen, die gar nicht da sind?Der Lehrling legte vielleicht sogleich seine Schürzenieder, wenn er im ersten Grad wüßte, was er imletzten erfahren wird, nämlich, daß nichts zu erfah-ren sey. Lasset uns vom großen Sinn und Gei-ste der Welt nicht so verächtlich denken. Eine fort-währende , ewige Täuschung oder geflissentliche Ver-blendung ist sehr verächtlich und sinnlos.

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Also müssen wir unser künftiges Schicksal nichtwissen sollen, weil wir's nicht wissen können;weil dasselbe in seinem ganzen Umfange zu überse-hen, unsern Kräften durchaus unangemessen ist undsolche weit übersteiget. Mich dünkt, darinn liegtoffenbar die Ursache.

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Was gehörte nämlich dazu, sein künftigesSchicksal also zu wissen, daß diese Wissenschaftihren Namen verdiente, mithin uns als solchenützstich seyn könnte? Ungeheuer viel. Ich müßtemein ganzes Daseyn als den Grund meinesSchicksals bis auf seine tiefsten Urgründe, alle mei-ne Vorfahren hinauf kennen, um mzr das Räthselzu erklären: warum und wie ich mit solchenKräften und Schwachheiten, Anlagen und Lücken,Trieben und Fehlern da bin? Ich müßte das gan-ze Universum von Umständen wissen, die auf jenegewirkt haben, die auf mich wirken und wie einBriareus mit Millionen Armen, Fingern,-