§o III. Vom Wissen und Ahnen.
große Statue einen Markt von Steinen zu ihremPostamente.
Alles, was Taumel ist, geht vorüber, dieSchlacken geh» zunicht, und nichts als Gold, gold-schwerer Werth kann bleiben. Es geht hier wie beijenem fatale Traum vom Schatz in der Fabel:einer stellte dem andern Gift, und der Schatz kamin fremde Hände, in die Hände der Welt und Nach-welt. Der Schwärmer, der Abstraktion hasset,hasset die edelste Gottesgabe: nur durch Abstrak-tion, d. i. durch allgemeine Beg risse wirdMenschheit, was sie ist, Schöpferinn der Erde. DerSpekulant hingegen, der sich von aller Menschen-empfindung lossagt, ausser der, die ihm durchSpekulation, wird, ist offenbar ein Thor: durch
Spekulation wird keine Empfindung. Soll Gefühlnichts als „dgs Resultat solcher und solcher sehr„deutlichen, wahren und richtigen Vorstellung von„der Wirkung des und des Gegenstandes seyn,"so wird gerade keine unmittelbare Wirkung. DerGaul steht hinterm Karren, und nun, Fuhrmann,fahre! Ein Mensch, der allein Kopf seyn will, istso ein Ungeheuer, als der allein Herz seyn will;der ganze gesunde Mensch ist beides. Und daß erbeides ist, jedes an seiner Stelle, das Herz nichtim Kopf, den Kopf nicht im Herzen, das ebenzeigt ihn als Menschen.
Alle Schmetterlinge blos geistiger Empfin-dungen lassen nichts als Raupengeschmeiß bintersich; zeigt's nicht jeder Herbst und Frühling? Willstdu den Wein trinken, mein Freund, und mir nur