Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
51
Einzelbild herunterladen
 

III. Vom Wissen und Ahnen. Sr

den Duft deiner hohen Empfindung gönnen:behalte auch den: er macht gierig, aber nicht scttt; nichtstark, sondern ekel. Mußt du, anderer Freund, hin-gegen um deines schwachen Magens willen dasObst schalen: schale; nur muthe mir nicht zu, daßich die Schaalen deiner Abstraktion alleinkaue. Ich esse das Obst mit seiner lieblichen Wol-lenfarbe : ich trinke den Becher mit seinem liebli-chen Duft.

In Geistigkeit ohne Körper verliebt zu seyn,sagt Lavater, ist Schwärmerei; in Körper ohneGeist, viehisches Wesen. Der Weise, mit Klar-heit in seinen Begriffen, d. i. mit Abstraktion,wann und wo sie seyn soll, und mit Enthusi-asmus in seinem Herzen, d. i. mit umfassender,handelnder Warme, er ist weder Grübler nochSchwärmer, sieht beide Abwege, und nutzt beide;liegt euch immer, spricht er, einander in den Haa-ren, ich gehe mitten unsichtbar durch!

D r