^8 Hl. Vom Wissen und Ahnen.
gebieten, auf sie zu schworen — selbst! Diewahre Philosophie also in den ivahren Philosophen,d. i. in denen, die sich so nennen und ansschließenddafür halten. W. z. E.
War's ein Philosoph, der unser Jahrhundertdas Zeitalter der Philosophie nannte, so ver-stand er darunter vielleicht das Jahrhundert kalterSchwärmerei und sch w ä r m e n d e r K alte-Daß man Hirngespinsten mit einer Wuth nachfetzt,die leiderl oft nur eine gelernte, eine Wort-
w uth ist, im Schreiben.
sen, Lesen und
W lindhandeln! und sich auf der andern Seite miteiner anst ä n digen Kalte, die inwendig dasFeuer eines Todhasses ist, gegen Wahrheiten wap-nct, denen man folgen müßte , so bald man sähe,so bald man fühlte. So streiten Feuer und Wasser.Der Schwärmer will der größte Philosoph ferm, undder größte Philosoph ist der größte Schwärmer.
Wie die beiden Pole in der Welt, so nützenauch diese. Schwärmerei in Abstraktionen des Kopfsbekämpft die Abstraktionen der Empfindung; sie hal-ten einander das Gleichgewicht, und die ganze volleKugel der Menschheit schwebt mit ihren zwo Hälf-ten fest und ruhig weiter.
Vor einigen Jahren ,chwarmtc man von Win-ke lm a n n s,, Hagedorns, Lipperts Ideen,tedete von Sachen, die man Nie gesehen, von Ab-straktionen des Gefühls, die man nie empfunden;man lebte von nichts als Gemmen und Pasten; wosind die Schreper itzt? wo sind sie blieben? —Zwei
oder