III. Vom Wissen und Ahnen. 47
„haben die Perle funden! — Der wahre Philo-soph zeichnet die Hauptumrisse der Gegen-„stände, wie er sie mit seinem richtigen un-„bewaffneten Auge wahrnimmt, und bringt„richtige und ähnliche Bilder davon in die„Seele. Wir werden dadurch allezeit aufgeklärt„u. f."
Ein Mensch, der von gesundem Verstände oh-ne gesunden Verstand , von richtigen Begriffen ohnerichtigen Begriff, von ewiger Toleranz mit mög-lichster Intoleranz spricht, welchen gelindern Namenkann er sich versprechen, als — Schwärmer?Und doch sind diese Leute angeblich die größteSchwärmerfeinde ; vermuthlich um ihreSchwärmerei, den liebenswürdigen Auswuchs ihresgesunden Menschenverstandes und moralischen Ge-fühls, desto ungestörter zu treiben. So sprach undschien jener bekannte Demonstrator Bedlamsüber alle Konsorten seines Aufenthalts klug und ver-nünftig, über Einen orthodoxen Irrigen ausgenom-men, der sich Gott den Sohn nannte: sintemal Er,als Gott der Vater, (die allgemeine gesun-de Menschenv e r n u nft)! davon auch Etwas undzwar zuerst wissen müßte!! !
Und wo wohnt diese allgemeine gesun-de Menschenvernunft, die wahre Philosophie einesrichtigen Auges, richtiger Bilder, Eindrückeu. s. w. in Person? Gerade wo Dulcinca von Tobo-so wohnte. Man kann vor ihr stehen und sie dochnicht erkennen: sie wohnt in den Herrn, die mitritterlichem Schlagbaum vor uns treten und uns