4^ III. Vom Wissen und Ahnen.
werken die Kunst theilen, daß jener Uhrfedern macht,dieser Uhrgehäuse u.s. w. und also durch engcrn Fleißdie Kunst fördert. So beliebte es einigen ihrer Phi-losophen, die Materien zu theilen, ein einzelnesThema mit allem mechanischen Fleiß eines Leinwe-bers rc. durchzuwirken, und wie das im Einzelnentreffliche Werke gab, so blieb nothwendig das Allge-meine etwas leer. Das füllte man nun, wie dieSinesen die Ecken ihrer Landcharten mit Nußschaa-len, g u te Ve rn unft, gesunder Verstand,moralisches Gefühl, richtige Begriffeund dergleichen, was sich fein auf eis und it^ en-dete, und nun auch, als einzeln behandelte Namen,Stcrlingswerth hatte. Die Sterlinge kamen ebenim großen Münzverfall nach Deutschland, zur Zeit,da man eben an der Wölfischen Philosophie undHerrnhuterei genug hatte; und nun ward's einigenlaßigen Herrn, die weder recht denken noch rechtempfinden mochten, sehr bequem, diese Worte aus-zunehmcn, als Paniers aufzustccken, und unter ih-nen zu — reformiren. Man reformirte zu nichtweniger als zum guten, gesunden, alltäg-lichen Menschen- Bürger- und Bauer-verstande, und das durch nichts anders, alsdurch Wörter und Gesch-.atz vom guten, gesun-den Menschen- Bürger- und Bauerve r-stande. Das Hauptgesetz blieb immer: „manv,muß nicht zu viel denken; auch nicht zu viel empfin-den! Das Minimum von beiden ist die wahre„Alltagsphilosophie, dabei sich so gut verdauen„laßt; und gut verdauen ist doch immer die Haupt-sache des gesunden Verstandes, moralischen Ge-„fühls und menschlichen Lebens. Heil uns, wir