der Geschichte.
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zierlichen Langweiligkeit wegen, wie erreichte. Eineganze Kirchengefchichte in Sarpi Geist geschrieben,wäre ein Meisterwerk, obgleich vielleicht über mensch-liche Kräfte. In keiner Gattung Geschichte habenwir vielleicht so viel Gcsammletes, so wenig Be- ^arbeitetes, als in der Kirchengeschichte. Auch Mu-ratvri, Walch, Semler u. s. f. blieben nurSammler.
Der letzte, ohne Zweifel der höchste Entwurfder Geschichte wäre der Entwurf der Nemesis selbst,in allen Staatsverhüllungen die reine Menschen-geschichte: Voltaire, mit seinem vielleichtfehlervollsten Werke, hat sich um sie ein unstreitigesVerdienst erworben. Denn so viel unnütze Scherze,so manche Lücken und Unrichtigkeit seine allgemei-ne Geschichte enthalten möge; der freiere Blick,den er um sich warf, das längere Band, mit demer alles knüpfte, vor allem die Grundsätze derToleranz, die Gefühle der Schonung, dieer in alle Jahrhunderte verbreitet, sie stecken der all-gemeinen Geschichte ein Panier auf, das Boßuet,Eomenius, Arnold ihr nicht hatten geben mö-gen. Reisebeschceibungen, Schifffahrten, die Wuthnach Naturkenntnissen, die Bekanntschaft mit derganzen Welt halfen der allgemeinen Geschichte; fort-gehend und wachsend im Fortschritte konnten sie dieMenschen am Ende doch nur Menschlichkeitlehren. Was Portugall in Ostindien mit der Inqui-sition , Spanien in Amerika durch seine Behandlungender Einwohner, beide in Europa und in sich selbstdurch Einfuhr des Goldes und Silbers ausgerich-tet, was durch den Sklavenhandel nicht, wohl aber
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