2o I. Das eigene Schicksal.
ler Würde sprach: „fürchte dich nicht, du fährst denCasar" und sich auch in den letzten Tagen, da erschon miskrauisch zu werden ansicng, dennoch derRepublik unentbehrlich und sicher glaubte, irrte sichan seinem Glück; er ward ermordet.
Der Gedanke, daß uns das Unglück verfolge,ist ein böser Dämon; er macht trübsinnig, scheu,verzagt, mißtrauend, unzufrieden mit sich und an-dern, endlich kühn, verzweifelnd; er wird also seinerNatur nach unseres Unglücks Vater undStifter. Frühe muß man diesen bösen Geist ver-treiben, und einem jungen Mann nicht durch Worte,sondern durch wchlbestandene Proben zeigen, daß erGlück habe. Ein Freund thut hier oft mehr, alsein Lehrer; Pplades und Minerva heilten denjungen Orestes. In spätern Jahren kommt es beydiesem Gedanken darauf an, daß man sich frage:„weshalb man unglücklich seyn müsse?"Jst's, weil alte Schulden auf uns liegen, so büßeman diese und zahle sie ab; so lange leide man inder Stille. Oder weil man in sich eine ungesellige,widrige Denkart bemerkt; wohlan! so werde ein Arztdeiner selbst; in dir ist das Uebel, und die Vorse-hung wird (glaube es) auf tausend dir jetzt unbe-kannte Weisen deinen Bemühungen beistehen. Odermeinst du, du seyst für andre ein Unglück bringen-des Wesen; forsche auch diesem schwarzen Gedankennach, woher er komme? Versuche es, und widerlegeihn durch die Tbat. Deine Proben werden glücklichsepn, Herzen werden dir entgegen kommen; du wirstüberzeugt werden, daß du zum Glück da sepn kön-nest, weil du zu ihm da sepn sollst. Die Naturund dein Herz werden ja'nichts Unmögliches alsPflicht von dir fordern-