I. D as e ig e ne S c hic k sa l. 19
Glück an. Fremden Unternehmungen selben sie sicham kräftigsten dadurch entgegen, daß sie solche entwe-der im Keim vernichteten oder den Apfel reifen lie-ßen, bis er in ihren Schoos sank. Statt Neuer Tafelndes Schicksals sicherten sie sich, und ließen jede Horaihr Werk vollenden.
Sehr unterrichtend ließen sich diese Anmerkun-gen mit Beyspielen der Geschichte belegen- und aufgroße oder kleine Veränderungen der Welt änwcn-den; wir wollen indeß liebet, den vorigen Grundsätzengemäß- noch einige Schicksalsworte durchgehen,deren Mißbrauch viel Böses stiftet.
Man spricht z. B. von glücklichen oderunglücklichen Menschen; -,jeue dürfen sichAlles erlauben und es gelingt; diese verfolgt auchHey den besten Unternehmungen ein Unhold- ihrunglückliches Schicksal."
Der Ursprung dieser Benennungen fällt in dieÄUgen. Es giebt - wie man sagt, glücklichge-bohre ne Menschen- denen Alles geräth, denen AllesWohl ansieht. Ihr Anblick gewinnt die Herzen- ihrBetragen schafft ihnen Freunde, ihre Zuthätigkeit zuMenschen dringt Menschen auf ihre Seite- ihre Be-hendigkeit, ihre Klugheit lässet sie nicht leicht einettMißgriff thun, dies Glück flößt ihnen Zutrauen zusich, andern Zutrauen zu ihnen ein, es macht ihnenMttth — Nur daß dieser Muth kein Uebermuthwerde! — Auch sie haben einen höchsten Punck,den sie nicht überschreiten dürfen; sonst sagt das alteSprüchwort: „die hohen Steiger fallen gern; dieguten Schwimmer ertrinken gern.^ Julius Cä-sar, der diese Zuversicht zu sich in hohem Maasund doch nicht im Uebetmaas hatte, der mit sö vie-