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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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14 I. D a s ei g en e S c hi c k s a l.

schung kommt der Gefesselte auf den traurigen Er-fabrungssatz zurück:Du wirst nicht geliebt, nichtgeachtet." Und da mangelnde Liebe und Achtungdurch nichts ersetzt werden kann, so lösen sich man-che mühsam - zusammengehaltene Verbindungenendlich in jenen Schluß einer Vorlesung über dieFreundschaft auf: ,,meine Freunde, cs giebt keineFreunde," als die das Herz, die Natur, und einelebenslange Erfahrung knüpfte.

Es gab Zeiten, da eine Menge Menschen mitganzem und süssem Zutrauen ihr Schicksal an dasSchicksal eines großen Mannes, sogar seiner Fami-lie, knüpfte; ihn ließ sie für sich denken und wollen;sie vollbrachte seine Befehle, als waren diese von ih-nen selbst gestellt und bekräftigt. Dies Zutrauen konn-te nicht anders aufkommen und gedeihen, als dadurch,daß der große Haufe sah:er befinde sich bei diesemZutrauen wohl; das Glück, die Würde, die Thatig-keit des großen Mannes sey wirklich sein besse-rer Genius, sein Schutzgeist." Sobaldsich aber diese Verhältnisse änderten, oder gar ver-kehrten, so daß sichtbarer Wcjsc das Glück des Füh-renden nicht eben oder immer das Glück des Geführ-ten, ja jener sogar auf Kosten der Unglücklichen glück-lich war: so mußte sich natü^ich das Band dieses hin-gebenden Zutrauens schwachen; zumal wenn manvon Seiten der Führer sich alle ersinnliche Mühegab, dem Volk eindrücklich zu machen:das Glück,die Macht, der Wille, die Würde, die Ergötzungendes Hirten sey eine separate Oekonomie und nichtdas Schicksal der Heerde." Seitdem wurden eseitle Schmeicheleyen, wenn die Römer, bey demGenius ihres Imperators, als bey ihrem