I. Das eigene Schicksal. zr
eonsequenz anrechneten, (das große Rad der Dingeausgenommen, auf welches wir geflochten sind, unddas wir nicht zu lenken vermögen,) rührte von unse-rer eigenen Jnconsequenz her. Wir bliebenunserm Beruf nicht treu; wir giengen aus unscrmCharakter; da verfolgte, da ereilete uns das Schick-sal ; d. i. unsere Jnconsequenz stieß gegen seine con-sequente Natur an und zerstieß sich die Stirn oderdem Faß den Boden. Wir fühlten, daß wir nicht sohandeln sollten; wir handelten also, und es mißlang;da sagen wir dann: „Jener Mensch ist mir immerein fataler Mensch gewesen; ich fühlte, daß ichmit ihm nichts zu schaffen haben sollte, und wider-strebte meinem warnenden Dämon." Da nennen wirsogar den Ort, .die Zeit, die Stunde fatal, sindgewohnt, den unschuldigsten Dingen Schuld beyzu-mefsen, und sie uns als Dienerinnen des Schicksalsmit düstern Farben'zu bezeichnen, blos und allein,weil sic uns an unsere Jnconsequenz und Schwache,an den gebrochenen Bund mit unserem Bewußtseyn,vor dem heiligen Altar unseres Herzens erinnern.Sollte man die Menge der Unglücklichen abhörcn, dienach ihrem eigenen Bewußtseyn durch ihre Schuldunglücklich wurden, so würde sich immer das Bekenut-niß wiederholen: „nur durch Schwache, durch Unge-horsam gegen mich, durch Jnconsequenz ward ichunglücklich." — Also
Vermeide Jeder, so viel er kann, derSklave einer fremden Bestimmung zuwerden, und baue sein eigenesSchicksal.
Am Loose eines Andern, der uns nahe ist, An-