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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
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I. Das eigene Schicksal. 9

hat die Gesetze der Natur gestellt, unter ihnen ist erda, und Er muß ihnen gemäß leben. Kleinheitdes Geistes also ist ein Attentat gegen die Ma-jestät der Natur, und muß als solche ihr Schick-s a l finden. Vom frechen Stolze gezeugt, von lüster-ner Trägheit empfangen, von sinnloser Gewohnheitgesaugt und von Schmeicheley erzogen, was kann sieanders seyn und geben, als w a s sie ist? Ver-nunft- und gesetzlos könnte sie die Ordnung der Din-ge andern? Groß, so lange das Andre um sie herklein ist; stark, so lange man keine andere Stärkekennet, kann sie leicht in die narkotische Ueberzeugunggcrathen, daß außer ihr nichts groß und stark sey;andern sich die Umstande, erwachen andere Kräfte,so ereilt die kleine Schwachheit ihr Schicksal.

Gleicherweise sträubt sich die Natur des Gesumm-ten gegen den Egoismus: denn was ist ein Mensch,wenn er auch der weiseste, der stärkste, der kühnstewäre, gegen den Inbegriff der Dinge um ihn her,und gegen die Folgen der Zeiten nach ihm? WelcherMensch findet nicht seines Gleichen? welches Talenterlebt nicht die Zeit, daß man seiner genug habe?welche selbstsüchtige Macht muß nicht der Allmachtweichen, die um sie her ist? Sehet hier den vergrün-ten Baum, die veraltete hohle Weide, dort den ein-gestürzten Berg, hier die abgemähete Flur, dort denzerfallenen Thurm, hier die verstummte Nachtigallund Lerche; alle sind, wozu sie die Natur, ihrSchicksal geordnet. Keine Nachtigall schlägt imWinter, und kein Palmbaum hat eine Eypreffe zuseyn begehret.