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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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I. Das eigene Schicksal. 5

ihn findet se i n S c h i c k sa l. Laß es seyn, daßder Gutherzige lange unterdrückt werde; mit derZeit werden sich Niedere Gutherzige zu ihm sammeln,und ihre Kräfte mit de» seinigen vereinen. Ec wirdgerettet: denn auch seine G u t m ü t h jgke i t standim Buche der Zeit angcschriebcn, und war nichts we-niger, als verloren. So bei allen Eemüths-Ebarakte-rcn, Tugenden und Lastern. Fleiß und Trägheit,Klugheit und Thorheit, Slolz und Niederträchtigkeit,die oft ein und dieselbe Seele besitzen und wechselndtheilen. Menschenhaß und Menschengefalligkeit, Selbst-sucht und Liebe, alle haben und finden ihr Schick-sal. Früher oder spater, nach der Starke ihrer Kraftvon innen, oder nach Umständen von aussen; dieNemesis ist da, sie erscheint, sie ereilet.

Daß diese auf tausend Erfahrungen gestützteWahrheit bezweifelt, daß sie irgend noch als Problemangesehen werden darf, zeugt nicht von der Blödheitunsers Beistandes, sondern von unserer blöder» Auf-merksamkeit in moralischen und menschlichen, als inandern physischen Dingen. Alle wissen wir, daß dieEcho uns nur den Schall unserer Worte zurückgiebt,daß, wie wir fragen, sie uns antworte. Niemandzweifelt daran, daß in eben dem Winkel, in welchemder Ball, die Kugel, das Hagelkorn, der Lichtstrahlanpralleten, sic auch abprallen; die Bewegungen derKräfte im Stoß, im Druck, im Reiben u. f. sindvon der Mathematik nach ihrem inner» Gehalt, nachZeit, nach Medien, nach Form und Inhalt der Ge-genstände unter allgemeine Gesetze gebracht und be-rechnet. Wie? und in der geistigen, der moralischenWelt, im Reiche der feinsten, der wirksamsten, der