Druckschrift 
24/27 (1846)
Entstehung
Seite
223
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nen Blüthen gewahrte er Mercedes, welche mit gesenktemKopfe und weinend auf einer Bank saß.

Sie hatte ihren Schleier zurückgeschlagcn, und alleinunter dem Auge des Himmels, das Gesicht mit beidenHänden bedeckend, ließ sie ihren durch die Gegenwart desSohnes so lange zurückgehaltcncn Thräncn und Seufzernfreien Lauf.

Monte Christo machte einige Schritte; der Sandkrachte unter seinen Füßen.

Mercedes hob das Haupt und stieß eine» Schrei desSchreckens aus, als ste einen Mann vor sich sah.

Madame," sprach der Graf,es liegt nicht mehrin meiner Gewalt, Ihnen das Glück zu bringen, doch ichbiete Ihnen den Trost: wollen Sie ihn als von einemFreunde kommend annchmen?"

Ich bin in der That sehr unglücklich," erwiederteMercedes;allein auf der Welt . . . Ich besaß nur mei-nen Sohn, und er hat mich verlassen."

Und er hat wohl daran gethan, Madame, IhrSohn^ ist etn edles Herz," versetzte der Graf.Er hatbegriffen, daß jeder Mensch dem Vaterlande einen Tributschuldig ist: die einen ihre Talente, die andern ihren Gc-werbsfieiß; diese ihre Nachtarbeiten, jene ihr Blut. BeiIhne» verweilend, würde er sein unnütz gewordenes Lebenverbraucht haben; er hätte sich an Ihre Schmerzen nichtgewöhnen können. Er wäre feindselig durch Ohnmachtgeworden: in, Kampfe gegen sein Mißgeschick, daö ersicherlich in Glück verwandelt, wird er groß und starkwerden. Lassen Sie ihn Ihrer Beider Zukunft wiederhcr-stellen, Madame; ich wage Ihnen zu versprechen, daß siein sicheren Händen ist."

Oh! dieses Glück," sagte die arme Frau, traurigden Kopf schüttelnd,dieses Glück, das ich ihm zu be-willigen Gott aus dem Grunde meines Herzens bitte,werde ich nicht genießen. Es sind so viele Dinge inmir und um mich her in Trümmer gegangen, daß ichmich meinem Grabe nahe fühle. Sie haben wohl daran