Druckschrift 
24/27 (1846)
Entstehung
Seite
146
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Wenigen, was sie hatte, ihren Theil so großmüthig, alsmöglich: heute hatte sie zwei Theile zu machen und zwarmit nichts.

Der Winter nahte heran: Mercedes hatte in die-sem kable» und bereits kalten Zimmer kein Feuer, sie,der einst ein künstlicher Ofen mit tausend Zweigen dasganze Haus von den Vorzimmern bis zu den Boudoirserwärmte; sie hatte nicht einmal ein armseliges Blümchen,sie, deren Wohnung ein um Gold bevölkertes Treibhausgewesen war!

Aber sie hatte ihren Sohn.

Die Eraltation eines vielleicht übertriebenen Pflicht-gefühls hatte sic bis jetzt in den höheren Sphären er-halten.

Die Eraltation ist beinahe Begeisterung, und dieBegeisterung macht unempfindlich für die Dinge derErde.

Doch die Begeisterung legte sich, und man mußteallmälig ans dem Lande der Träume in die Welt derWirklichkeit hiuabsteige».

Man mußte endlich vom Positiven reden, nachdemman das Ideale erschöpft hatte.

Meine Mutter," sagte Albert in demselben Augen-blick, wo Madame DanglarS die Treppe herabging,wirwollen ein wenig, wenn es Ihnen beliebt, alle unsereReichthümer zählen; ich muß die ganze Summe wissen,um meine Pläne anfzubauen."

Summe: nichts," erwiedertc Mercedes mit schmerz-lichem Lächeln.

Summe: einmal dreitausend Franken, und ich binso anmaßend, zu behaupten, daß ich uns mit diesen drei-tausend Franken ein anbetungswürdiges Leben verschaffenwerde."

Kind!" seufzte Mercedes.

Ach! meine gute Mutter," sprach der junge Mann,ich habe Ihnen leider genug Geld verbraucht, um denWerth desselben zu kennen; hören Sie, dreitausend Fran-