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2 (1843)
Entstehung
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Girolamo und Salvestra.

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konnten, erstatteten sie der Mutter über Alles Bericht.Diese sagte ihm dann, nicht über seine Weigerung, nachParis zu gehen, sondern über seine Liebschaft heftig er-zürnt, gar harte Sachen. Dann aber suchte sie ihn durchfreundlichere Worte wieder zu gewinnen und schmeichelteund bat ihn auf das zärtlichste, daß er ihr zu Gefallenthun möge, was seine Vormünder verlangten. In derThat wußte sie ihm so viel vorzureden, daß er sich bereiterklärte, auf ein Jahr, auf länger aber nicht, hingehenzu wollen.

So reiste Girolamo denn ab; als er aber, seine hef-tige Liebe im Herzen, in Paris angelangt war, wurde ervon einem Tage zum andern so lange hingehalten, biszwei Jahre verstrichen waren. Endlich, verliebter als jezuvor nach Florenz heimgekehrt, fand er seine Salvestraan einen ehrlichen Bürgersmann, der ein Zeltmacher war,verheirathet und grämte sich darüber außer Maßen. Alser indeß einsah, daß die Sache nun doch nicht mehr zuändern sei, suchte er für seinen Gram auf andere WeiseTrost zu gewinnen. Zu dem Ende erfrug er ihre Woh-nung und ging alsdann nach Art der verliebten Jünglingehäufig vor dem Hause vorüber, denn er dachte nicht an-ders, als sie werde ihn eben so wenig vergessen haben, alser sie. Doch verhielt es sich damit ganz anders. Siegedachte seiner nicht mehr, als ob sie ihn nie gesehen,und wenn sie sich ja noch einigermaßen an ihn erinnerte,so drückte sie wenigstens in ihrem Benehmen das Gegen-theil davon aus. Girolamo wurde dies in kurzer Zeit ge-wahr und betrübte sich darüber ausnehmend. Dennochthat er, was er nur konnte, um ihre Neigung wieder zugewinnen, und als Alles ihm gar Nichts zu fruchten schien,beschloß er, und wenn es sein Leben kostete, wenigstensnoch ein Mal mit ihr zu reden.

Nachdem er sich in dieser Absicht von einem Nach-bar das Innere des Hauses genau hatte bezeichnen lassen,schlich er sich eines Abends, als sie mit ihrem Manne in

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