Sir Wycherly hatte in der That Halt gemacht. Er hatte dasobere Ende des Mittelschiffs erreicht, von wo er das Innere derNische oder Kapelle, auf welche er zugcgangcn war, erblickenkonnte. Auch jetzt war dort nur ein einziges Monument zu sehen,und dieses war mit einem Anker und anderen nautischen Sinn-bildern verziert. Sogar in dieser Entfernung konnte man die Wortelesen:
„Richard Sluewater, Canlreadmiral von der weißen Flagge."
Der Baronet war übrigens deshalb so plötzlich still gestanden,weil er eine andere Gesellschaft von drei Personen dieselbe Kapellebetreten sah, worin er mit seiner Familie allein zu ;cin gewünschthatte.
Die Gesellschaft bestand aus einem alten Manne, der mitwankenden Schritten cinherging, was wohl hauptsächlich von demUmstande hcrrühren mochte, daß er sich auf einen Diener stützte,der fast eben so alt wie er selbst war, wenn er gleich einenetwas kräftigeren Körperbau zeigte. Der Dritte war ein schlanker,imponirend aussehcnder Mann in mittleren Jahren, der den Beidengeduldigen Schrittes folgte. Mehrere Thürstcher der Kathedralebeobachteten diese Gruppe mit neugierigen, aber ehrfurchtsvollenMienen aus der Entfernung, hatten jedoch die Weisung erhalten,die Drei nicht nach der Kapelle zu begleiten.
„Das müssen einige alte Kriegskameraden meines armen Oheimssein, welche hier sein Grab besuchen!" flüsterte Lady Wychecombe.„Sieh' nur — der alte, ehrwürdige Herr trägt ebenfalls die Ab-zeichen eines Seemanns an seinem Stocke."
„Wie, Liebe — kannst du ihn wirklich vergessen haben?Da ist ja Sir Gervaise Oakes, der Stolz von England; und jetzt— ach! wie verändert! Es sind jetzt fünfundzwanzig Jahre, seitwir das letzte Mal zusammentrafen, und doch erkenne ich ihn aufden ersten Blick. Der Diener ist der alte Galleygo, sein früherer