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„Ich erwarte sie und Mrs. Dutton -ei meiner Rückkehr inWychecombe-Hall zu finden, Sir Gervaise, denn so haben wir esmit einander verabredet. Die traurigen Pflichten, welche wir inletzter Zeit zu erfüllen hatten, waren nicht wohl dazu geeignet,die neue Herrin in ihren Wohnsitz einzuführcn, und so wurde dichbis zu einer passenderen Gelegenheit verschoben."
„Ich bitte, daß der erste Besuch, welchen Lady Wychecombemachen wird, meinem eigenen Schlosse gelten möge," versetzte dieHerzogin. „Ich befehle dieses nicht, Sir Wycherly, als ihreTante, die wohl einige Ansprüche auf ihre Ergebenheit besitzt — son-dern ich bitte darum, weil ich wünsche, ihre volle Liebe zu besitzen.Ihre Mutter war meine einzige Schwester, und einer einzigenSchwester Kind muß uns doch wohl sehr nahe stehen."
Die Herzogin von Glamorgan hätte wohl, ehe sie den jungenVirginier gesehen, unmöglich ans diese Art sich aussprechen können;da jedoch der Neffe sich so ganz anders dargestcllt hatte, als sieihn zu finden erwartete, so hegte sie nunmehr auch die schönstenHoffnungen in Betreff ihrer Nichte.
Wycherly kehrte nach diesem kurzen Besuche bei MildredsTante nach Wychecombe zurück, und fand seine liebenswürdige Ge-mahlin in Gesellschaft ihrer Mutter im vollen Besitze des Schlosses.Dutton blieb noch aus der Signalstation zurück, denn er besaßScharfsinn genug, um sich zu denken, daß er dort nicht eben will-kommen sein würde, und war auch gerade noch so bescheiden, daß ermit vorsichtiger Zurückhaltung zu handeln beschloß. Wycherly ach-tete jedoch das vortreffliche Weib des Quartiermeisters viel zu sehr,um nicht in Allem die zarteste Rücksicht auf ihre Gefühle zu beach-ten, und so wurde Dutton eingeladen, ihnen Gesellschaft zu leisten.Wo sich Rohheit und Gemeinheit in einem Charakter, wie der vonDutton, vereinigen, da wird das Schamgefühl nur wenig Einflußausüben; der Quarticrmcister nahm demnach die Einladung an, undschmeichelte sich dabei mit der Hoffnung, daß er durch Mildreds Ver-