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nachdem er sich zuvor mit Hilfe seiner Gläser überzeugt hatte, daßdie Franzosen ihre Untersegcl wieder aufholtcn und sich mit ziem-licher Geschwindigkeit fortbewegtcn.
Es war jetzt beinahe Mitternacht und Sir Gervaise schickte sich an,seine Kajüte anszusuchen. Ehe er übrigens das Verdeck verließ, gaber Grccnly noch sehr ausführliche Befehle, welche dieser dem erstenLieutenant mitthcilte: Beide hatten nämlich beschlossen, da die Be-wegungen des ganzen Geschwaders so sehr von denen des Flaggen-schiffes abhingcn, abwcchslungswcise den Ausguckposten einzunehmen.
Der Viccadmiral zog sich sofort zurück und ging ruhig zuBette. Er war nicht der Mann, der sich dcßhalb um seine Nacht-ruhe bringen ließ, weil der Feind außer Kanonenschußweite vorihm lag. An das Manövrircn im Angesichte feindlicher Flottengewöhnt, hatte diese Lage den Reiz der Neuheit bei ihm verloren;dabei hegte er das größte Vertrauen zu der Tüchtigkeit seiner Ka-pitäns, und wußte recht wohl, daß nichts Ungeschicktes vorfallenkonnte, so lange seine Befehle befolgt wurden — an Letzterem zuzweifeln, wäre in seinen Augen so gut wie Ketzerei gewesen.
In solchen Dingen konnte sich wohl Niemand mit unseremViceadmirale an Kaltblütigkeit messen. Der Wind mochte blasen,wie er wollte — die Einrichtung seines Kajütcnlcbcns vermochte ernicht zu stören, so weit sie nicht mit dem Wohle des Schiffes un-vermeidlich verknüpft war; die Aussicht auf eine Schlacht ändertedie gewöhnliche Essenszeit und jede sonstige Verrichtung um keineMinute, bis erst die Schoten wirklich niedergelassen und die Batte-rien znm Kampfe ausgestellt wurden. Obgleich in Kleinigkeitenreizbar und zuweilen sehr leicht zu erzürnen, war Sir Gervaisedennoch in seiner Stellung bei großen Gelegenheiten auchein großer M a n n. Sein Temperament war sanguinisch, seinGeist kühn und entschlossen, und wie dicß gewöhnlich bei Män-nern von seinem Schlage der Fall ist, wenn sie die Wahrheitüberhaupt erkennen wollen, so geschah es auch bei ihm — sobald