Druckschrift 
13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
Entstehung
Seite
562
Einzelbild herunterladen
 

562

Ja, Sir Gervaise," gab Parier nachdenklich znr Antwort,sobald sein Vorgesetzter zu sprechen ansgehört batte;was Ihr davoraussagt, wird aller Wahrscheinlichkeit nach wirklich eintrcffen."

Es muß so eintrcffen, Parker, denn der Wind bläst in ge-rader Richtung gegen seinen Hafen. Nun - Ihr könnt Euch jetztleicht denken, wozu ich des Carnatic bedarf."

Ich glaube, Euch zu verstehen, Sir; und doch, wenn ich eswagen durfte, einen Wunsch zu äußern -"

Sprecht ihn aus, alter Knabe Ihr sprecht ja zu einemFreunde. Ich habe Euch auserwählt, um Euch einen Dienst zu er-weisen sowohl, weil ich Euch liebe, als weil Ihr der ältesteKapitän in der Flotte seid. Wer dieses Schiff auffängt, wirdwohl noch mehr davon zu hören bekommen."

Vollkommen richtig, Sir; werden wir aber hier wahrscheinlichnicht noch mehr zu thuu erhalten? und wird es auch wohl durchausklug sein, ein so treffliches Schiff, wie den Carnatic, wegzuschicken,während der Feind, selbst wenn ich bei Euch bleibe, noch immerzehn gegen sccbse zählt?"

Dieß Alles ist bereits überlegt worden, und ich glaube, Eureeigenen Gefühle zum Voraus geahnt zu haben. Ihr seid der An-sicht, es werde Eurem Schiff mehr Ehre bringen, wenn Ihr EureStelle in der Linie behauptet, als wenn Ihr ein schon halb besieg-tes Schiff wegkaperu könntet."

In der That, Sir Gervaise, das ist es. Ich gestehe, derar-tige Gedanken kamen mir in den Sinn."

Nun, so seht, wie leicht cs ist, Euch dieselben zu benehmen.Ohne Verstärkung kann ich die Franzosen bei dieser ruhigen Wit-terung nicht wohl angreiscn. Rückt die Nachhut auf, so sind wirohne Euch gerade zehn gegen zehn mit Euch wären wir sogareilf gegen zehn. Sinn will ich Euch gestehen, daß ich durchauskeine Ueberzahl auf meiner Seite wünsche, und deßhalb jedenfallseinen Kapitän wegschicken werde, besonders wenn ich überzeugt bin,