„Genug von deiner Philosophie, du Schwätzer; schau' hinausund merke dir, ob mau irgend etwas Ungewöhnliches zwischen derTakelage der Prise hängen sieht. Wenn du dich nicht bald flinkerzeigst, werde ich dir einen von den Bowldero's zur Unterstützungnachschickcn."
Diese Bowldero's waren die Diener, welche Sir Gervaise vonseinem Gute mit sich gebracht hatte. Auf seiner Besitzung geborenund in seiner oder seines Vaters Familie zu Bedienten auferzogen- - waren sie zwar schon längst an das Leben auf Kriegsschiffen ge-wöhnt, hatten jedoch ihren Ehrgeiz nie über den gewöhnlichen Ge-sinde-Dienst hinausgctricbcn, und wurden deßhalb von dem Hof-meister mit ausnehmender Geringschätzung betrachtet. Eine härtereStrafe konnte man ihm niemals anthun, als wenn man ihm drohte,einen dieser gewöhnlichen Bedienten zu einem Dienste zu verwen-den, der im Geringsten mit dem Scemannsgewerbe in Verbindungstand. Die gegenwärtige Drohung hatte auch alsbald die gewünschteWirkung, denn Galleygo verlor keine Zeit, das Takelwerk der Prisemit kritischen Blicken zu mustern.
„An einer Franzmanns-Takelage finde ich nichts außergewöhn-lich, Sir Jarvy," gab der Hofmeister zur Antwort, sobald er sichvon der eigentlichen Thatsache überzeugt hatte; „ihre Schiffsbauerhaben in solchen Dingen ihre eigenen Ideen. Nun hat der Burscheallerdings an dem Lee seines Fockraacnarms etwas anshängen, dasgerade so aussieht, als ob man ein Bramleesegel hätte anfmachen undhinansziehcn wollen, unterwegs aber wieder innegehalten hätte,weil man fand, daß kein Tauwerk mehr oben war, um es daranzu befestigen."
„Ja, so ist's, Sir," fiel Bunting ein. „Mr. Daly hat wieein Seeräuber sein Weibsbild auf dein Fockraacnarm anfgehißt."
„Weibsbild!" wiederholte Galleygo— „dieses Zeug da nenntIhr ein Weibsbild, Mr. Bunting? — Ich heiße es ein Flaggen-