Unglück, dessen tief verborgene Ursachen nnr ihm bekannt waren,ihn dazu verleitet hatte, vielleicht den wichtigsten Thcil seines Auf-trags zu vergessen— „einige neuere Vorfälle am Laude haben michvielleicht zu einem solchen Dienste überhaupt untauglich gemacht."
„Dieß wäre auch ganz natürlich, mein junger Freund; und dasie mir alle bekannt find, so dürft Ihr meiner Nachsicht gewiß sein."
„Alle! — o nein, Sir Gervaise; Ihr kennt kaum die Hälfte-doch ich vergesse mich selbst, Sir, und bitte um Verzeihung."
„Ich wünsche keineswegs, mich in Eure Geheimnisse ciuzu-drängen, Sir Wychcrly Wychecombe, und so wollen wir den Ge-genstand lieber fallen lassen. Doch könnt Ihr mir vielleicht sagen,ob der Contreadmiral bei guter Laune war — wie ein englischerSeemann wohl immer sein wird, wenn er die Aussicht auf einegroße Schlacht vor sich hat."
„Ich glaube nicht, Sir Gervaise. Admiral Biuewater schienmir sehr traurig zu sein — wenn ich mir erlauben darf, dieß zusagen - — traurig selbst bis zu Thränen — so kam cs wenigstensmir ein oder zwei Mal vor, Sir."
„Armer Dick!" sagte der Viceadmiral in Gedanken zu sichselbst! „er konnte sich freilich nicht ohne große Scclenangst dazuentschließen, mich zu verlassen. — Doch sagt mir," fuhr er wiederlaut fort, „ob irgend Etwas von Monsieur de Vervillins Flottegesprochen wurde?"
„Allerdings, Sir, und zwar sehr viel; ich muß aber zu meinerSchande gestehen — ich weiß kaum, was?" Admiral Blucwaterschien zu glauben, der Gras von Vcrvillin habe nicht die Absicht,einen Schlag auf eine unserer Kolonien auszuführcn, und hiemitschien er die Idee zu verbinden, daß wir deßhalb weniger nöthighätten, uns in einen Kampf mit ihm einzulassen. Jedenfalls habeich mich nicht geirrt, Sir, wenn ich Euch sagte, daß er wünschte,Ihr möchtet dem Feinde so lange fern bleiben, bis er selbst auf-geschlossen hätte."