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dem Scipio vorüber kommen mußte. Die ursprüngliche Verzöge-rung des letzten Manövers begünstigte jetzt sehr das Gelingen des-selben, insofern sie dem Feind keine Zeit zur Ueberlegung übriggelassen hatte. Der Graf von Chelincourt hatte in der That denPlan des Feindes nicht' durchschaut oder wenigstens dessen Folgennicht vorhergesehen, obwohl Beides dem erfahrenen Fregatten-kapitän hinten sogleich vollkommen klar war. Es war zn spät;sonst würde der Letztere seinen Vorgesetzten durch Signale gewarnthaben, aus seiner Hut zn sein; wie die Sachen nunmehr standen,blieb allem Anschein nach nichts anderes übrig, als durch die feind-liche Gasse Spießruthen zu laufen und Alles den Wechselsälleneiner Schlacht anheimzustellen.
In einem Augenblicke, wie wir ihn jetzt beschreiben, drängensich die Ereignisse weit rascher, als wir sie zu erzählen im Standesind. Der Plantagenet war jetzt aus Pistolenschußweite vor demScipio und ans dessen Luvseite. In demselben Augenblick, da dieBugkanonen ans beiden Seiten zn spielen begannen, machte derCarnatic, der mit dem Feinde fast in gleicher Linie stand, einevolle Wendung leewärts und rückte dann vor, indem er das Feuernoch während der Wendung mit seinen Luvbatterien eröffnete.Der Thunderer und Warspite folgten diesem Manöver, und botendadurch dem Franzmanne die unerfreuliche Aussicht, von beidenSeiten angegriffen zn werden.
Wir können nicht verhehlen, daß Monsieur de Chelincourt beidieser plötzlichen Acnderung seiner Lage nicht wenig beunruhigtwar. Was einen Augenblick zuvor das Ansehen eines ritterlichen,obwohl ausnehmend kühnen Vorbeipassirens an einem furchtbarenFeinde gehabt hatte, fing jetzt an, so ziemlich den Anschein völligerVernichtung zu gewinnen. Doch war's zu spät, dem Uebel vor-zubeugen, und der junge Gras, so tapfer wie nur irgend Einer, be-schloß, männlich der Gefahr in's Auge zu schauen.
Er hatte kaum Zeit, den Leuten aus dem Quarterdeck einige