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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
Entstehung
Seite
419
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Auf dem Schiffe selbst war Alles still. Da und dort warfeine Laterne ihr flackerndes Licht um sich, doch die tiefen Schattender Masten, der Geschütze und so vieler anderer Gegenstände ließendiese Erleuchtung in der schwarzen Nacht nur unbedeutend erschei-nen. Der Lieutenant der Wache schritt schweigend, aber aufmerk-sam, auf der Luvseite des Quarterdecks hin und her. Gelegentlichrief er auch die Marsposten an und ermahnte sie gleichfalls zurWachsamkeit; bei jeder Wendung aber blickte er nach dem Marssegelempor, um sich von dem richtigen Stande desselben zu überzeugen.

Vier oder fünf alte Matrosen gingen nachdenklich aus derKühl *) und dem Vorderkastcll auf und nieder, sonst aber hatte sichdie Wachmannschaft größtentheils zwischen den Kanonen cingestautoder wo sie noch anderswo hinter dem Lee der Bollwerke einsicheres Plätzchen finden konnte, um sich einem flüchtigen Schlum-mer hinzugeben.

Von dieser Erholung schienen übrigens einige von den jungenHerren ausgeschlossen zu sein: den Einen von ihnen sah man aufdem Vorkastell an einem Maste lehnen, wie er eben von seinerHeimath träumte, ein Anderer befand sich auf der Kühl und hieltsich an dem Tauwerke fest, und ein Dritter ging mit geschlossenenAugen, wirren Gedanken und unsicheren Schritten auf der Leeseitedes Hinterkastells umher. Als Bluewater auf die Quarterdecksleitertrat, um in seine eigene Kajüte hinabzusteigen, stieß der Junkergegen einen Augenbolzen und plumpte jählings gegen seinen Vor-gesetzten. Bluewater sing den Knaben in seinen Armen auf undrettete ihn dadurch vor dem Falle, indem er ihn nicht eher losließ,bis er wieder fest aus seinen Füßen stand.

Es ist jetzt sieben Uhr, Geoffrey," sprach der Admiral mitleiser Stimme.Halte dich nur noch eine halbe Stunde länger,dann magst du gehen und von deiner theuren Mutter träumen."

') Mittelverdeik.

D. N.