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Die Acndcrung in ihrer gegenseitigen Stellung war das Oiesultatdes Familiencinflusses des Jüngeren, der seinen alteren Kame-raden in den Graden des Masters und Kommandanten übersprang,und dadurch zu einem Range gelangte, welcher damals in der eng-lischen Marine manches braven Mannes Lausbahn sür sein Lebenzu bestimmen Pflegte.
In dem Alter von fünsundvierzig Jahren — dem nämlichen,wo Bluewater seine Flagge zum ersten Mal aushißte -— warStowel Kapitän, und wurde bald darauf von seinem alten Schiffs-genoffcn, der ihn einst auf einer Kricgsschaluppe als ersten Lieu-tenant unter sich gehabt — eingcladcn, das Kommando seinesFlaggenschiffes zu übernehmen. Von diesem Tage bis zu dem gegen-wärtigen Augenblick waren die beiden Offiziere als die besteilFreunde mit einander gesegelt, so oft der Dienst ihrer bedurfte;obwohl der Kapitän niemals ganz der Zeit zu vergessen schien,wo fie ans der oben genannten Fregatte — der Eine als Kon-stabelosfizier und der Andere als einfacher ,Junker^ zusammen ge-dient hatten.
Stowel mochte nun etwa fünfundscchzig Jahre alt sein; einderber Seemann mit rothem Gesicht und harten Zügen, der seinSchiff vom Flaggenknopf bis zum Nüstcrgattaue *), von außen undvon innen auf's Haar hin kannte, sich aber sonst um alles Uebrigesehr wenig bekümmerte. Er hatte nach seiner Anstellung als Kapi-tän eine Wittwe geheirathet, war aber kinderlos geblieben, undhatte deßhalb längst wieder seiner alten Neigung nachgegcbcn,welche ihn in die ihm am meisten vertraute Laufbahn — vom heimi-schen Herde wieder aus das Schiff zurückgeführt hatte. Er sprachnur selten von der Ehe; doch das Wenige, was er über diesenGegenstand preiszugeben für gut fand, war vielumfaffend und prak-tisch. Obwohl ein durchaus nüchterner Mann, verbrauchte er große
") NUstergat ist die unterste Ocffnung des Schiffes — die Pumprinne, durchwelche ein gieichbenanntcS Tau laust, D. N,